SOS `86 Kinder von Tschernobyl e.V.

  • Zusammenarbeit mit der ukrainischen Partnerorganisation.

Seit dem Jahre 2012 arbeiten wir mit der Selbsthilfeorganisation "Semljaki" in Kiew zusammen. "Semljaki" heißt "Landsleute". Gegründet wurde diese Organisation bereits im Jahre 1987; sie ist somit die älteste humanitäre Organisation in Kiew, die sich um die von der Tschernobylkatastrophe geschädigten Menschen - von Kindern bis zu Invaliden- kümmert. Ehrenamtliche Mitarbeiter aus der alten Heimat um den Reaktor in Tschernobyl helfen auch heute noch ihren Vereinsmitgliedern bei Behördengängen und Eingaben und insbesondere bei medizinischen Problemen. Sie versorgen ihre Mitglieder mit Medikamenten und organisieren Erholungsurlaube im eigenen Land insbesondere für schwerbehinderte Kinder sowie Familien- und Kindererholungsurlaube in Deutschland. Bei diesen Projekten unterstützt unser Verein seit nunmehr zwei Jahren die "Landsleute". Beheimatet sind sie in den kürzlich renovierten Räumen einer ehemaligen Bibliothek. Die Finanzabrechnung unserer Geldspenden erfolgt sehr korrekt bis auf die letzte Hrywna.

  • Zusammenarbeit mit der Bezirksverwaltung

Seit Jahren besteht enger Kontakt zum stv. Bürgermeister Gotha des Desnianskij-Bezirkes. Dieser Stadtbezirk von Kiew beherbergt 357.000 Einwohner. Bedingt durch die derzeitige politische Lage wurden bereits vier Bürgermeister in diesem Bezirk eingesetzt, die arbeitsmäßig alle andere Schwerpunkte gesetzt haben. Das bedeutet natürlich keine Kontinuität für die Bürgeranliegen.

  • Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft in Kiew

Unser Vorstand hält den Kontakt zur Visastelle des Konsulats. Jedes Jahr erfolgt ein Besuch bei der Leitung der Visastelle, um evtl. Neuerungen bei Visabeantragungen direkt vor Ort besprechen zu können. Bei Beantragung von Visa für Einzelpersonen bzw. Gruppen gab es dank dieses engen Kontaktes in den letzten zehn Jahren keine Probleme mehr.

  • Zusammenarbeit mit dem Familienministerium der Ukraine

Diese Zusammenarbeit gestaltet sich nach wie vor schwierig, da sich in der Ukraine häufig Gesetze ändern.

  • Unsere Hilfsprojekte

Wie ich in meinen Ausführungen zur letztjährigen Mitgliederversammlung mitgeteilt habe, hatte ich die Hoffnung nach der Tschernobyl-Katastrophe, dass die Folgen des Reaktorunglücks nach spätestens 10 Jahren überwunden sein werden. Zu den Gründen, warum dieses nicht gelungen ist, zeichnete sich bereits im Jahre 2013 ein weiterer schwerwiegender Grund ab: Die EU und Russland wollten die Ukraine über Wirtschaftsabkommen an sich binden. Der damalige Präsident der Ukraine, Viktor Janukowitsch pokerte. Die EU wollte unbedingt, das schon ausgehandelte Assoziierungsabkommen mit der Ukraine abschließen; Russland wollte die Ukraine in ein Freihandelsabkommen mit Weißrussland und Kasachstan einbinden. Mir ist es unverständlich, warum die EU verlangte, sich nur für eines dieser beiden Abkommen zu entscheiden. Warum kann ein Staat nicht Verträge mit mehreren Partnern schließen? M.E. war diese "Entweder oder" der Grund für die derzeitig schwierige Situation der Ukraine. Der für normale Sterbliche undurchsichtige Propagandakrieg von beiden Seiten erzeugt selbst in russisch-ukrainischen Familien viel Unruhe.

Seit 1991 leistet "SOS `86 - Kinder von Tschernobyl e.V. humanitäre Hilfe für Kinder und Familien der Ukraine, die von der Tschernobyl-Katastrophe betroffen sind:

78 Hilfsgütertransporte mit Kleidung, Medikamenten, medizinischem Gerät usw. wurden durch uns nach Kiew transportiert. Leider mussten wir dieses Projekt einstellen, da wir uns nicht mehr in der Lage sahen, die Zollvorschriften zu erfüllen.

In letzter Zeit häufen sich Bitten um Winterhilfe für Flüchtlingsfamilien, die aus dem umkämpften Donezbecken nach Kiew gekommen sind und sich ihr Eigentum auf das beschränkt, was sie am Körper tragen.

43 Kinder- und Familienerholungsmaßnahmen in Deutschland wurden mittlerweile durchgeführt. Leider finden sich immer weniger deutsche Gastgeberfamilien, die bereit sind, ein ukrainisches Kind aufzunehmen, so dass häufig nur noch die selben Personen zu einem Erholungsurlaub nach Deutschland kommen. Im Jahr 2013 konnten wir eine 12köpfige Gruppe begrüßen.

1 Kindererholungsmaßnahme mit Betreuern am Schwarzen Meer im Jahre 2013 für schwerbehinderte Kinder, die nicht nach Deutschland eingeladen werden können. Dieses Projekt werden wir auch im Jahre 2015 durchführen.

43 Informationsfahrten in die Ukraine

Seit einigen Jahren fahren wir nicht mehr mit dem Bus in die Ukraine, da die Kosten für Flüge günstiger sind.

Auch hier zeichnete sich in den letzten Jahren ab, dass die Nachfrage geringer wurde. Diese Informationsfahrten, die zwei Mal jährlich stattfinden, sind sehr wichtig, um den Kontakt zu den ukrainischen Familien und Behörden aufrecht zu erhalten.

Finanzielle Unterstützung für ukrainische Organisationen und bedürftige Privatpersonen insbesondere, um Medikamente zu kaufen und Operationen zu bezuschussen. Im Juni 2013 unterstützen wir die Arbeit eines Heimes in Kiew, in dem Kinder und Jugendliche mit Bewegungseinschränkungen betreut werden.

Medizinische Hilfe für Privatpersonen

Viele freundschaftliche Kontakte

Das und vieles mehr ist die Bilanz unserer Tätigkeit seit dem Jahre 1992.

Im Jahre 2013 wurden wir weiterhin von der Horst und Eva Engelhardt-Stiftung aus Mannheim sowie der Josef Hagedorn Stiftung aus Hamburg finanziell unterstützt. Eine weitere größere Spende erhielten wir vom Verein für studentische Kulturförderung e.V., Worms. €¦

Vielen Dank für die großzügige Unterstützung.

Anlässlich des Tages der Selbstständigkeit der Ukraine sprach uns der damalige Botschafter der Ukraine, Pavlo Klimkin, seinen Dank aus für unsere jahrelange Arbeit der Ukraine. Er überreichte dem 1. Vorsitzenden im Auftrage des Präsidenten der Ukraine den Verdienstorden 3. Grades der Ukraine.

Vorbereitungen für die neuen EU-Richtlinien den Zahlungsverkehr betreffend mussten im Jahr 2013 getroffen werden. Mit der Einführung der neuen SEPA-Standards mussten wir ein neues Vereinsprogramm kaufen und unseren Mitgliedern schriftlich mitteilen, von welchen Konten künftig der Mitgliedsbeitrag eingezogen wird usw.

Leider ist durch die politische Situation die schon weitestgehend geplante ukrainische Woche in Hamburg nicht durchgeführt worden. Somit ist auch das geplante Benefizkonzert für unseren Verein ins Wasser gefallen. Aber ich hoffe, dass dieses nur aufgeschoben ist.

Das waren meine Ausführungen zum Geschäftsjahr 2013. Zum Ende meiner Rede möchte ich mich bei meinen Mitstreitern im Vorstand recht herzlich für ihre vertrauensvolle Unterstützung bedanken.

Bedankt habe ich mich bereits bei unseren Sponsoren.

Ein großer Dank gebührt aber auch Ihnen - unseren Mitgliedern und Freunden des Vereines.

Ich hoffe, dass wir unsere humanitäre Hilfe auch zukünftig noch leisten können - unsere ukrainischen Freunde benötigen sie zur Zeit und in Zukunft noch mehr, als wir vor einem Jahr gedacht haben.

Unser kleiner Beitrag am Bau eines gemeinsamen europäischen Hauses muss weiter gehen.

 

 

SOS '86 - Kinder von Tschernobyl e.V.

 

EINLADUNG ZUR MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2014

AM FREITAG, DEN 24. OKTOBER 2014

 

Ort: Landgasthof Lütje Hörn

Goethestr.

67575 Eich

Tel.: 06246 / 99880

Beginn: 19.30 Uhr

 

Sehr geehrte Mitglieder,

hiermit lade ich Sie frist- und formgerecht zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung ein.

 

TAGESORDNUNG

 

TOP 1 Begrüßung

TOP 2 Gedenken an die verstorbenen Mitglieder

TOP 3 Bericht des 1. Vorsitzenden

TOP 4 Bericht des Kassenwartes

TOP 5 Bericht der Kassenprüfer

TOP 6 Aussprache zu den Berichten

TOP 7 Entlastung des Vorstandes

TOP 8 Wahl eines Wahlleiters

TOP 9 Neuwahlen

  • 1. Vorsitzender

  • 2. Vorsitzender

  • Kassenwart

  • Schriftführer

  • Beisitzer (mind. 3)

  • Kassenprüfer (2 + 1 Ersatzprüfer/in)

TOP 10 Anträge von Mitgliedern

Anträge von Mitgliedern können in schriftlicher Form bis spätestens

17. Okt. 2014 beim 1. Vorsitzenden des Vereines, Herrn Rolf Konersmann,

Nibelungenring 14, 67575 Eich gestellt werden.

TOP 11 Verschiedenes

 

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Konersmann, 1. Vorsitzender