SOS `86 Kinder von Tschernobyl e.V.

Auf Einladung der Stadt Oppenheim und der evangelischen Kirchengemeinde gaben sich international anerkannte Musiker mit einem herausragenden Konzert ein Stelldichein zugunsten des humanitären Vereins "SOS '86 - Kinder von Tschernobyl e.V."

Benefiz-Gala am 06.11.2015

Benefiz-Gala am 06.11.2015

Flyer für die Benefiz-Gala am 06.11.2015
Benefiz-Gala am 06.11.2015
Benefiz-Gala am 06.11.2015

Hansjürgen Bodderas begrüßte die Gäste im Namen der evangelischen Kirchengemeinde. Für die Stadt Oppenheim dankte Stadtbürgermeister Marcus Held (MdB) und Schirmherr der Veranstaltung dem Vorsitzenden des Vereins Rolf Konersmann für sein Engagement für das Zustandekommen dieses Konzertes. Dessen sehr informative und persönliche Anmerkungen über die Gründungshistorie des Vereins umfasste auch die Darlegung der Motivation für die nach wie vor notwendige und segensreiche Arbeit der Unterstützung von Kindern und mittlerweile auch Erwachsenen sowie Flüchtlingen in der Ukraine.

Das in dieser Konstellation wohl einmalige Konzert von Solisten- und Ensemblekunst begann mit der "Holberg Suite" Op. 40. Von Edvard Grieg. Die "Lemberger Solisten" , ein Kammermusikensemble mit neun international ausgezeichneten Künstlern, verzauberten durch einen faszinierenden Vortrag. Die fünf Sätze des Werkes mit ihren wechselnden Charakteren: zupackend, lyrisch, tänzerisch, sind dem Stil der musikalischen Tanz- und Liedformen des frühen 18. Jahrhunderts nachempfunden.

Das "Wiegenlied" von Georg Gershwin und der "Ungarische Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms waren auch in dieser kammermusikalischen Besetzung ein eindrückliches Erlebnis, ebenso das populäre für Klavier komponierte "Alla turca" .

Das "Beethoven-Duo" mit der Pianistin Alina Kabanova und Fjodor Elesin am Violoncello zählt zu den Kammermusikensembles der Weltspitze. Zusammen mit dem Geiger Alexandre Brussilovsky, dem Yehudy Menuhin bescheinigt, ein exzellenter Musiker und Geiger zu sein, spielten sie das Trio g-moll Op. 3 des französischen Komponisten Ernest Chausson (1855-1899). Das viersätzige Werk umfasste alle nur möglichen und auch gegensätzliche musikalische Facetten: Vital und lyrisch, melancholisch und dramatisch, romantisch und beschwingt. Die Darbietung war voller Energie und überzeugender Emotion. Eine Zugabe der ganz besonderen Art erwartete die Zuhörer mit einer Bearbeitung der von Mussorgsky komponierten "Bilder einer Ausstellung". Der in Köln lebende Komponist Boris Kosak hat für das Ensemble des Abends das Werk auf originelle und amüsante Weise umgesetzt. Die "Lemberger Solisten" - Solovioline, Klavier, und Violoncello - brachten mit der amüsanten und an Wiedererkennung des Originals reichen Darbietung das Publikum zum Schmunzeln.